Brustvergrösserung

PBrustvergrößerung

Einer der am häufigsten durchgeführten Eingriffe der plastischen Chirurgie ist die aus ästhetischen Gründen bevorzugte Brustvergrößerung, in deren Verlauf Implantate eingesetzt werden, um den Brustumfang zu vergrößern und eine schönere Brustform auszugestalten.

Die Anwendung von Brustimplantaten nahm Anfang der 60-er Jahre ihren Anfang, sie werden seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Die Zusammenarbeit zwischen Patienten, Ärzten und Herstellern ermöglicht die Anwendung der neuesten medizinischen und technischen Kenntnisse. Heutzutage haben alle angewendeten Brustimplantate eine Silikonwand. Bezüglich der Füllung sind die Implantate mit physiologischer Salzlösung, beziehungsweise mit Silikongel gefüllt. Auch die Form der Implantate ist unterschiedlich. Es gibt runde Implantate mit niedrigem und hohem Profil, beziehungsweise anatomische, das heißt tropfenförmige Implantate, die durch ihre individuelle Wahl und Variationsvielfalt zur Erreichung des gewünschten Äußeren der Patienten führen.

Im Verlauf der Brustvergrößerungsoperationen kann die Prothese auf dreifache Weise platziert werden.

- unter dem Drüsenbestand
- unter dem Muskel
- Platzierung zur Hälfte unter dem Muskel
- Diese letztere Platzierung ist eine verhältnismäßig neue Methode, die sowohl in Ungarn, als auch in anderen Ländern der Welt durch Publikationen und persönliche Erfahrungen immer beliebter wird.

In unserer Klinik werden die Implantate während der Brustvergrößerung entweder unter den Drüsenbestand, oder aufgrund dieser dritten Methode in die Position halb unter den Muskel platziert. Der Arzt trifft die Wahl der besten Methode im Einvernehmen mit der Patientin.

Der Operationszugriff kann an mehreren Stellen erfolgen:

Der Hautschnitt kann an mehreren Stellen vorgenommen werden:

- durch einen Querschnitt in der Unterbrustfalte,
- durch einen halbkreisförmigen Schnitt um den Brustwarzenvorhof herum,
- durch einen durch die Brustwarze geführten Querschnitt
- durch einen Schnitt in der Achselhöhle.
Die einzelnen Lösungen können aber nicht in jedem Fall verwendet werden.

Ein weiterer Angelpunkt der Brustvergrößerungsoperation ist selbstverständlich die Auswahl des Implantats.

Bei der Bestimmung von Größe und Form des Implantats berücksichtigen wir die Menge des Brustdrüsenbestandes, die Form der Brust, die Körpergröße, und die Symmetrieverhältnisse des Brustkorbs, sowie den Hautzustand und die Vorstellungen der Patientin. Dies alles kann während einer Konsultation kennengelernt werden, die sich auf alle Details erstreckt.

Damit die Patientinnen die Klinik mit der bestmöglichen Größe und Form verlassen können, wenden wir während der Operation einen so genannten „Sizer“ an.

Dies bedeutet, dass es für jede Größe ein Probeimplantat gibt, mit dessen Anwendung wir die Größe des endgültigen Implantats am sichersten auswählen können.

Im Zusammenhang mit der sicheren Anwendung von Implantaten enthält die sich auf Brustimplantate beziehende Übereinstimmungserklärung der Europäischen Kommission für Qualitätssicherung und Medizinische Geräte in der Plastischen Chirurgie, im Juli 1998 (EQUAM = European Committee on Quality Assurance and Medical Devices in Plastic Surgery) weitere Informationen.

Der Silikon ist heute ein im breiten Kreis des Alltags verwendetes Grundmaterial. Eine bessere alternative Möglichkeit steht uns zurzeit noch nicht zur Verfügung. Die aus Silikon hergestellten medizinischen Geräte und Implantate sind auf allen Gebieten der Medizin und der Chirurgie nicht nur für den Wohlstand, sondern oft auch für das Überleben notwendig.
Moderne Studien liefern die ständigen Beweise dafür, dass die mit Silikongel gefüllten Implantate weder Brustkrebs, noch andere bösartige Krankheiten verursachen.
Uns stehen solche sekundären wissenschaftlichen klinischen, immunologischen, epidemiologischen Angaben zur Verfügung, nach denen die mit Silikongelee gefüllten Implantate keinerlei autoimmune oder Bindegewebekrankheiten verursachen.
Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass Erscheinungen, wie Silikonallergie, Silikonintoxikation oder „neue Silikonkrankheit“ existierten. Bei jedem Implantat tritt eine normale Fremdkörperreaktion auf, die aber keine Immunkrankheit ist.
Silikonimplantate haben keinen nachteiligen Einfluss auf die Schwangerschaft, das Stillen, oder die Gesundheit des gestillten Babys.
Die Patientinnen mit Brustimplantat brauchen ständige Überwachung, und (wenn nötig), die entsprechende Untersuchung der Brüste.
Die Silikon nachweisenden Labortests haben keinen klinischen Wert. Bis jetzt sind noch keine spezifisch silikonfeindlichen Antikörper nachgewiesen worden.
Laut EQUAM bedarf es bezüglich der Implantate dringend funktionstüchtiger, abgestimmter, spezieller EU-Vorschriften. Die EQUAM drängt die europäischen Staaten zu einer baldigen Vereinbarung auf diesem Gebiet.
Die EQUAM unterstützt die kontinuierlichen klinischen und Grundlagenforschungen, die zur weiteren Entwicklung von Brustimplantaten und neuen Technologien beitragen sollen.
Die objektiven Medienberichte dienen zur Beruhigung der Patienten. Die EQUAM wird den Medien die neuesten Angaben zur Verfügung stellen.Regensburg, am 4. Juli 1998

Was man über den chirurgischen Engriff wissen muss:

Voraussetzungen:

Vor dem chirurgischen Eingriff sind Untersuchungen des allgemeinen Zustandes des Körpers und des lokalen Status notwendig, um die Risiken des Engriffs einschätzen zu können. Die Operation wird in jedem Fall bei Narkose durchgeführt.

Dauer des Eingriffs:

1 bis anderthalb Stunden

Pflichtaufenthalt in der Klinik:

1 Nacht

Arbeitsfähigkeit:

nach 3-6 Tagen

Nahtentfernung:

nach 14 Tagen

Nach der Operation:

6 Wochen lang muss man sich vor allen Sport- und sonstigen Tätigkeiten hüten, die intensive Schulter-, beziehungsweise Muskelbewegungen nach sich ziehen.

Risiken:

Als Folgen der Operation gibt es bei der überwiegenden Mehrheit der medizinischen Eingriffe Schwellungen, Einblutung, und eventuelle Entzündung des Gebietes, Narbenheilungsstörungen können auftreten. Sie sind aber dank der Entwicklung der Medizin immer seltener und beim Auftreten leichter behandelbar.